
Im Rahmen ihrer Masterarbeit führten zwei Studenten an unserer Schule eine Studie mit Grundschulkindern der zweiten und vierten Klasse durch. Ziel der Studie war es zu untersuchen, wie Kinder Entscheidungen in Situationen treffen, in denen die Interessen einer Mehrheit den Bedürfnissen einer einzelnen Person gegenüberstehen. Dabei interessierte es die beiden Studenten insbesondere, ob eine kurze Einheit zur Perspektivübernahme die Entscheidungen und Begründungen der Kinder beeinflusst.
Die Studie wurde während des Schulvormittags in den Räumlichkeiten der Schule in kleinen Gruppen durchgeführt und dauerte insgesamt etwa 30 Minuten. Zu Beginn der Durchführung erhielten die Kinder je nach Gruppenzugehörigkeit ein kurzes Training mit Bildergeschichten zur Perspektivübernahme oder beschäftigen sich mit der sachlichen Beschreibung von Bildergeschichten. Anschließend wurden den Kindern vier kurze Bildergeschichten gezeigt, in denen unterschiedliche Entscheidungssituationen dargestellt waren. Zu jeder Situation wurden den Kindern zwei kurze Fragen gestellt, bei denen sie eine Entscheidung treffen und diese schriftlich begründen sollten. Bei den Fragen gab es keine richtigen oder falschen Antworten. Sie interessierte, wie die Kinder die jeweiligen Situationen einschätzen und begründen.